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Technik und Methoden


So funktioniert’s:

Innerhalb einer evakuierten Glasröhre treten aus einer Glühkathode Elektronen aus und werden durch ein starkes elektrisches Feld (30 000—150 000 Volt Spannung) auf die spiegelförmige Anode (Antikathode) hin beschleunigt. Bei ihrem plötzlichen Abbremsen in der Anode erzeugen sie Röntgenstrahlen; es wird einerseits ein kontinuierliches Wellenlängenspektrum erzeugt (Bremsstrahlung), andererseits existieren einige wenige scharfe Linien, die vom jeweiligen Material der Anode abhängen (charakeristisches Spektrum). Für medizinische Zwecke wird die Bremsstrahlung benutzt, für Materialuntersuchungen werden die charakteristischen Linien wegen ihrer viel höheren Intensität verwendet.



In der medizinischen Anwendung ...

durchdringen die Röntgenstrahlen den Körper des Patienten und werden durch verschiedenes Gewebe (Muskeln, Fleisch, Knochen etc.) unterschiedlich abgeschwächt. Ein nachfolgendes Bleilamellenraster filtert gestreute Strahlung, die das Bild unscharf machen würde, heraus. Am Ende trifft die Strahlung auf die Fluoreszenzfolie in der Filmkassette. Sie leuchtet nun auf und belichtet den Film.

Besondere Verfahren ...

Direktradiographie: Die klassische Röntgenaufnahme (Knochen, Nasennebenhöhlen, Brustorgane usw.

Urogramm: Aufnahme der Nieren und der ableitenden Harnwege nach Infusion eines jodhaltigen Kontrastmittels (wird über die Nieren wieder ausgeschieden)

Mammographie: Aufnahme der weiblichen Brust (Mamma) mit einem speziellen Röntgengerät mit niedriger Röhrenspannung und einem besonders hochauflösenden Film.

Galaktographie: Darstellung der Milchgänge der Brust nach Injektion eines jodhaltigen Kontrastmittels

Myelographie: Darstellung des Rückenmarkraumes nach Injektion eines jodhaltigen Kontrastmittels.

Phlebographie: Darstellung der Venen nach Injektion eines jodhaltigen Kontrastmittels

ERCP: Darstellung der Gallenwege und der Bauchspeicheldrüse durch jodhaltiges Kontrastmittel. (Wird bei der Zwölffingerdarmspiegelung in diese Gänge gespritzt)

Ösaphagus-Breischluck: Darstellung des Schlundes und der Speiseröhre mit einem bariumhaltigen Kontrastmittelbrei.

Dünndarm-Doppelkontrastuntersuchung nach Sellink: Darstellung des ganzen Dünndarms mit bariumhaltigem Kontrastmittel Methylcellulose, die durch eine Sonde im Zwölffingerdarm gegeben werden.

Dickdarm-Doppelkontrastuntersuchung: Darstellung des Dickdarms mit bariumhaltigem Kontrastmittel und Luft, die über eine Sonde im Mastdarm gegeben werden.

Magen-Doppelkontrastuntersuchung: Darstellung der Speiseröhre, des Magens und des Zwölffingerdarms mit bariumhaltigem Kontrastmittel und CO2 (aus Brausepulver freigesetzt)

Tomographie: Älteres Schichtaufnahmeverfahren. Durch Verwischungsbewegung von Röntgenröhre und Filmkassette während der Belichtung. Dadurch werden nur diejenigen Strukturen scharf abgebildet, die am definierbaren Drehpunkt des Aufnahmesystems liegen.




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